Sie sind hier: Start / Partnergemeinde
Dienstag, 12.12.2017
Thale - sagenhaft
Konzert 2011: Begrüßung durch Pfarrer Tretschok
Die Band der Gruppe sacro pop im Konzert

Traurige Nachricht:

Am 16. Juli 2012 starb Pfr. Wolfgang Janotta nach langer schwerer Krankheit.

Josephskreuz im Gegenlicht
Gruppenbild unterm Josephskreuz
Thale
Blick von der Rosstrappe auf Thale
Herz-Jesu-Kirche
Herz-Jesu-Kirche Thale
Holzschnitzerkunst
Harzer Holzschnitzerkunst im Pfarrgarten
Gemeindefest
Gemeindefest in Thale
Das "St.-Januarius-Labyrinth" als Gastgeschenk
Abends wird aus der Mundorgel gesungen
Singen erfreut auch Pastor Janotta
Erntedank-Messe mit Pfr. Tretschok und der Gruppe sacro pop
Weihwasser wird dem Strauch zu gutem Gedeihen verhelfen
Die Gemeinde freut sich über die Bereicherung ihres Gartens

Unsere Partnergemeinde in Thale/Harz

Anfang 1989, als sich noch keiner die Grenzöffnung zwischen der DDR und der BRD vorstellen konnte, fand Pfarrer Lothar Wiethüchter (†) anhand alter Unterlagen heraus, dass es kurz nach dem Zweiten Weltkrieg eine Paketaktion von St. Januarius zur Herz-Jesu-Gemeinde in 'Thale (in der damals sogenannten Ostzone) gegeben hatte. Initiiert worden war das von den Bredenscheider Schwestern, die eine Niederlassung in Thale hatten. Pfr. Wiethüchter nahm die Verbindung wieder auf und fand dort in Pfarrer Wolfgang Janotta und vielen Gemeindemitgliedern aufgeschlossene Gesprächpartner. Mitten in der Wendezeit, am 01. Dezember 1989, wurde zwischen den beiden Gemeinden ein Partnerschaftsvertrag geschlossen und unterzeichnet.

Die nachfolgende Grenzöffnung und dann 1990 die Wiedervereinigung ermöglichten in der Folgezeit Kontakte und gegenseitige Besuche - zunächst in großen Gruppen, später auch auf familiärer Ebene. Bei einem dieser Besuche brachten die Thalenser das im Kopf dieser Seiten gezeigte Kreuz als Gastgeschenk mit. Es ist aus dem Material und dem Stacheldraht des Grenzzauns gefertigt, in das noch eine Patrone der Grenztruppe integriert wurde. Es hat an der Balustrade der Orgelbühne der St. Januarius - Kirche seinen Platz gefunden.

Thale ist eine landschaftlich schön an den Ausläufern des Harzes gelegene Stadt mit heute noch ca. 13.000 Einwohnern und immer eine Reise wert. Rosstrappe und Hexentanzplatz sowie das "wanderbare" Bodetal gehören zu ihren Attraktionen.

Seit 2006 gehört die Herz-Jesu-Gemeinde zum Gemeindeverbund Quedlinburg -Thale - Hedersleben. Diese Pfarrei mit ca. 3.000 Gläubigen wird geleitet von Pfarrer Christoph Tretschok mit Sitz in Quedlinburg. Wolfgang Janotta war bis zu seinem Tod im Juli 2012 als Pastor in der Herz-Jesu-Gemeinde tätig.

Viele der frühen Bekannten, insbesondere die jungen Menschen, sind inzwischen wegen des Mangels an Arbeitsplätzen, abgewandert.

Weitere Informationen über unsere Partnergemeinde finden Sie unter undefinedwww.sankt-mathilde.de

Das jüngste Treffen der Gemeinden

fand am 02./03. Jui 2011 statt. Anlass war das 100-jährige der Herz Jesu - Kirche. Die "Gruppe sacro pop" (Chor und Band) hatte zugesagt, das Fest am Samstagnachmittag durch ein Konzert zu bereichern. Dazu hatten sich noch einige andere Gemeindemitglieder von St. Januarius auf den Weg gemacht.

Leider meinte es der Wetter-Petrus nicht sonderlich gut mit den Veranstaltern. Aber für das Konzert war ohnehin die Kirche vorgesehen, und der nachfolgende gesellige Teil fand halt nicht in den bereitgestellten Zelten, sondern im Gemeindehaus statt. Das Konzert war gut besucht, und am Beifall gemessen schien es auch zu gefallen. Später wurde - das ist bei sacro pop Tradition - gemeinsam aus der "Mundorgel" gesungen.

Am Sonntag erlebten die Sprockhöveler Gäste eine sehr eindrucksvolle Festmesse, gefolgt von einem spontanen großartigen Orgelkonzert von Johannes Feldmann. Zum Abschluss führte der unverwüstliche Manfred Fiebig noch einige Hartgesottene zur Teufelsmauer - im strömenden Regen.

Von verschiedenen Seiten war die Frage zu hören: Wann gibt es das nächste Treffen?

"Standing Ovations" der zahlreichen Gäste
Lob und Dank von Pastor Janotta
An der Teufelsmauer

3 Jahre später: "Silberhochzeit"

1989 wurde die ruhende Partnerschaft von den beiden inzwischen verstorbenen Pastören Wiethüchter und Janotta wiederbelebt. Deshalb war es angemessen, 2014 das "Silberne Jubiläum" zu feiern. Wieder begab sich die Gruppe sacro pop - begleitet von einigen weiteren Gemeindemitgliedern - auf die Reise. Die Freunde aus Thale hatten wieder ein schönes Programm vorbereitet. So ging es am Samstag in bunter Mischung - erfreulicherweise waren auch junge Familien dabei - nach Stolberg im Südharz und zu dem nahe gelegenen Josephskreuz. Dabei handelt es sich um ein 38 m hohes Doppelkreuz, das 1896 nach dem Vorbild des Eiffelturms als Stahlgitterkonstruktion errichtet wurde. In 580 m Höhe auf dem Großen Auerberg bietet sich von dort eine wunderbare Aussicht über einen große Teil des Harzes. Wieder einmal bewies Manfred Fiebig seine profunden Kenntnis der geschichtlichen Zusammenhänge und seine lebendige Art, diese weiter zu geben.

Stolberg ist ein wunderschönes, in drei Tälern gelegenes Fachwerkstädtchen. Über allem trohnt ein in Renovierung befindliches Schloss, und an diesem Tag auch noch herrlicher Sonnenschein.

Am Abend gab es das Treffen mit der Gemeinde. Viele Gespräche zeigten, dass die Sorgen der Thalenser in Vielem mit denen der Sprockhöveler Katholiken übereinstimmen.

Der festliche Gottesdienst mit Pfr. Tretschok am Sonntagmorgen wurde von der Gruppe sacro pop und der Schola der Herz-Jesu-Gemeinde Thale musikalisch gestaltet.

Anschließend wurde das Gastgeschenk der Sprockhöveler übergeben: Ein Wacholderstrauch, sinnig abgeleitet aus dem Namen der Stadt, der ja bekanntlich hochdeutsch "Wacholderhügel" heißt.
Sein Wachsen und Gedeihen soll Sinnbild für die Partnerschaft der Gemeinden sein.